Ransomware-Angriffe gehören zu den größten Bedrohungen für Unternehmen jeder Größe. Die Angreifer verschlüsseln Ihre Daten und fordern Lösegeld – oft in Kryptowährung. Ohne funktionierendes Backup kann das existenzbedrohend sein.
Der durchschnittliche Schaden eines Ransomware-Angriffs liegt bei über 250.000 Euro – und das ohne Berücksichtigung von Reputationsschäden und Ausfallzeiten. Besonders erschreckend: Über 70% der Angriffe treffen mittlerweile kleine und mittlere Unternehmen.
⚠️ Wichtig: Zahlen Sie niemals Lösegeld! Es gibt keine Garantie, dass Sie Ihre Daten zurückbekommen – und Sie finanzieren damit weitere Angriffe.
So schützen Sie Ihr Unternehmen
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Maßnahmen können Sie das Risiko drastisch reduzieren und im Ernstfall schnell wieder arbeitsfähig sein.
Backup-Strategie nach der 3-2-1-Regel
Mindestens 3 Kopien Ihrer Daten auf 2 verschiedenen Medientypen, davon 1 Kopie offline oder offsite. Das Offline-Backup ist entscheidend – Ransomware kann auch Netzwerklaufwerke und Cloud-Speicher verschlüsseln.
Moderne Endpoint Protection statt klassischem Antivirus
Klassische Virenscanner erkennen nur bekannte Malware. Next-Generation Endpoint Protection nutzt KI und Verhaltensanalyse, um auch unbekannte Bedrohungen zu stoppen – bevor sie Schaden anrichten.
E-Mail-Security und Spam-Filter
Über 90% aller Ransomware-Angriffe beginnen mit einer Phishing-Mail. Ein professioneller E-Mail-Filter mit Anhang-Analyse und Link-Schutz ist unverzichtbar. Verdächtige E-Mails sollten in Quarantäne landen, nicht im Posteingang.
Patch-Management: Updates zeitnah einspielen
Viele Ransomware-Varianten nutzen bekannte Sicherheitslücken aus. Je schneller Sie Updates installieren, desto kleiner das Zeitfenster für Angreifer. Automatisches Patch-Management hilft, den Überblick zu behalten.
Mitarbeiter-Schulungen: Der Faktor Mensch
Die beste Technik hilft nichts, wenn ein Mitarbeiter auf den falschen Link klickt. Regelmäßige Awareness-Schulungen sensibilisieren für Phishing-Mails und Social Engineering. Simulierte Phishing-Tests zeigen, wo noch Nachholbedarf besteht.
Was tun im Ernstfall?
Wenn Sie Opfer eines Ransomware-Angriffs werden:
- Ruhe bewahren – Panik führt zu Fehlentscheidungen
- Betroffene Systeme sofort vom Netzwerk trennen – Kabel ziehen, WLAN aus
- Keine Lösegeldzahlung – Es gibt keine Garantie
- IT-Experten hinzuziehen – Forensik und Wiederherstellung
- Behörden informieren – Anzeige erstatten, ggf. BSI melden
- Aus Backups wiederherstellen – Nach Bereinigung der Systeme
Fazit
Ransomware ist eine reale Bedrohung, aber keine unbeherrschbare. Mit einer soliden Backup-Strategie, moderner Sicherheitstechnik und geschulten Mitarbeitern reduzieren Sie das Risiko erheblich.
Wichtig ist, jetzt zu handeln – nicht erst, wenn es zu spät ist. Die Kosten für Prävention sind ein Bruchteil dessen, was ein erfolgreicher Angriff kostet.