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Ransomware: 5 Tipps zum Schutz Ihres Unternehmens

Ransomware-Angriffe treffen immer häufiger kleine Unternehmen. Mit diesen 5 Maßnahmen schützen Sie sich effektiv.

10. Januar 2026 6 Min. Lesezeit

Ransomware-Angriffe gehören zu den größten Bedrohungen für Unternehmen jeder Größe. Die Angreifer verschlüsseln Ihre Daten und fordern Lösegeld – oft in Kryptowährung. Ohne funktionierendes Backup kann das existenzbedrohend sein.

Der durchschnittliche Schaden eines Ransomware-Angriffs liegt bei über 250.000 Euro – und das ohne Berücksichtigung von Reputationsschäden und Ausfallzeiten. Besonders erschreckend: Über 70% der Angriffe treffen mittlerweile kleine und mittlere Unternehmen.

⚠️ Wichtig: Zahlen Sie niemals Lösegeld! Es gibt keine Garantie, dass Sie Ihre Daten zurückbekommen – und Sie finanzieren damit weitere Angriffe.

So schützen Sie Ihr Unternehmen

Die gute Nachricht: Mit den richtigen Maßnahmen können Sie das Risiko drastisch reduzieren und im Ernstfall schnell wieder arbeitsfähig sein.

1

Backup-Strategie nach der 3-2-1-Regel

Mindestens 3 Kopien Ihrer Daten auf 2 verschiedenen Medientypen, davon 1 Kopie offline oder offsite. Das Offline-Backup ist entscheidend – Ransomware kann auch Netzwerklaufwerke und Cloud-Speicher verschlüsseln.

2

Moderne Endpoint Protection statt klassischem Antivirus

Klassische Virenscanner erkennen nur bekannte Malware. Next-Generation Endpoint Protection nutzt KI und Verhaltensanalyse, um auch unbekannte Bedrohungen zu stoppen – bevor sie Schaden anrichten.

3

E-Mail-Security und Spam-Filter

Über 90% aller Ransomware-Angriffe beginnen mit einer Phishing-Mail. Ein professioneller E-Mail-Filter mit Anhang-Analyse und Link-Schutz ist unverzichtbar. Verdächtige E-Mails sollten in Quarantäne landen, nicht im Posteingang.

4

Patch-Management: Updates zeitnah einspielen

Viele Ransomware-Varianten nutzen bekannte Sicherheitslücken aus. Je schneller Sie Updates installieren, desto kleiner das Zeitfenster für Angreifer. Automatisches Patch-Management hilft, den Überblick zu behalten.

5

Mitarbeiter-Schulungen: Der Faktor Mensch

Die beste Technik hilft nichts, wenn ein Mitarbeiter auf den falschen Link klickt. Regelmäßige Awareness-Schulungen sensibilisieren für Phishing-Mails und Social Engineering. Simulierte Phishing-Tests zeigen, wo noch Nachholbedarf besteht.

Was tun im Ernstfall?

Wenn Sie Opfer eines Ransomware-Angriffs werden:

  • Ruhe bewahren – Panik führt zu Fehlentscheidungen
  • Betroffene Systeme sofort vom Netzwerk trennen – Kabel ziehen, WLAN aus
  • Keine Lösegeldzahlung – Es gibt keine Garantie
  • IT-Experten hinzuziehen – Forensik und Wiederherstellung
  • Behörden informieren – Anzeige erstatten, ggf. BSI melden
  • Aus Backups wiederherstellen – Nach Bereinigung der Systeme

Fazit

Ransomware ist eine reale Bedrohung, aber keine unbeherrschbare. Mit einer soliden Backup-Strategie, moderner Sicherheitstechnik und geschulten Mitarbeitern reduzieren Sie das Risiko erheblich.

Wichtig ist, jetzt zu handeln – nicht erst, wenn es zu spät ist. Die Kosten für Prävention sind ein Bruchteil dessen, was ein erfolgreicher Angriff kostet.

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